Open Piano for Refugees oder wenn ein Klavier zum Integrationsinstrument wird

Über Klaviere in freier Wildbahn und was das mit Integration zu tun hat. Und warum Floridsdorf rockt!

Open Piano am Wiener Hauptbahnhof
Open Piano am Wiener Hauptbahnhof (aus dem Media Kit der Homepage openpianoforrefugees)

Neulich steige ich am Bahnhof Floridsdorf aus der Schnellbahn, und schon am Bahnsteig höre ich plötzlich klassische Musik. Zuerst dachte ich, daß diese aus den Lautsprechern kommt und von der ÖBB eingespielt wurde – vielleicht zur Unterhaltung der Fahrgäste, weiß man´s ? Ich fahre mit der Rolltreppe in den Bahnhofsaal hinunter und dort – Überraschung – steht tatsächlich ein weißes Klavier, umringt von einer Menschentraube. Bespielt wird es von einem älteren Herrn, der dem Instrument wunderschöne Töne entlockt.

Klavier in freier Wildbahn

Ein ungewöhnliches Instrument für einen Straßenmusiker, denke ich noch. So ein Klavier führt man ja nicht gerade in der Tasche mit sich. Dann fällt mein Blick auf Infoflyer, die vor dem Klavier aufliegen, und ich lese zum ersten Mal etwas von der Aktion „Open Piano for Refugees“.

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Avengers Endgame und was William Shakespeare damit zu tun hat

Eine ganz persönliche Kritik zum Film Avengers:Endgame, serviert mit einem Augenzwinkern. Und Shakespeare ist auch dabei!

ein selbstgekritzelter Avengers Schriftzug
Avengers – selbst gekritzelt 🙂

Gestern war es endlich soweit – es ging ab ins Kino zum langerwarteten Finale der Avengers Reihe! Die beste Ehefrau von allen hat mich ins Kino begleitet, wofür ich ihr sehr dankbar bin 🙂

Eine Inhaltsangabe – weitgehend spoilerfrei! 🙂

Ihr, die ihr hier eintretet, lasst alle Hoffnung fahren…
Der Film beginnt direkt nach dem letzten Abenteuer mit der Rettung a la „deus ex machina“ von xxxxx und Nebula durch Captain Marvel. Danach treffen sich alle im Avengers Hauptquartier. Man beschließt, Thanos xxxxxxx und mit den Infinity Steinen seine Tat wieder xxxxxxxx. Sie finden Thanos auf einem Planeten, auf dem er ein zurückgezogenes Leben als xxxxx führt. Seine Rüstung dient nur mehr als Vogelscheuche. Allerdings sind die xxxxxx schon zerstört. Vor lauter Wut wird xxxxx durch xxxxx enthauptet. Die Avengers sind gescheitert.

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Malware von WordPress entfernen – ein Erfahrungsbericht

Ein Erfahrungsbericht von Franz Fiala

Photo by Markus Spiske on Unsplash

Aus gegebenen Anlass hat Franz Fiala von ClubComputer.at seine Erfahrungen nach einem Malware-Befall von WordPress aufgeschrieben und mit uns geteilt.

Unter dem Link https://clubcomputer.at/2019/04/22/malware-entfernen/ gibt er seine Erfahrungen als Bericht weiter – hoffentlich wird man es nie brauchen, aber für den Fall der Fälle sehr interessant!

Osterfeuer 2019 und warum man lachen darf

Ein humorvoller Blick auf das Osterfest

Osternacht in Pfarre Cyrill und Method
Osternacht 2019 in pfarre Cyrill und Method, 1210 Wien

In unserer Pfarre ist die Osternacht schon liebe Tradition geworden. Um 5.00 in der Früh des Ostersonntags versammeln sich doch gar nicht so wenige Frühaufsteher, um das Osterfest mit einem Osterfeuer zu beginnen, das von den Pfadfindern am Kirchenvorplatz entzündet wird.

Burn, Baby, burn….

Ebenso traditionell wird der Inhalt der Sorgenbox, in die man das ganze Jahr über anonym Zettel mit seinen Sorgen, Ängsten….hineinwerfen konnte, im Osterfeuer verbrannt. Als Zeichen des Loslassens und des neuen Mutes. Ballast abwerfen. Ein sehr schönes Ritual. Gerade in diesem Moment wird mir immer wieder bewusst, daß schon wieder ein Jahr vergangen ist. Vielleicht sogar intensiver als zu Silvester.

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Ein offenes Wort von Herrn Kardinal Schönborn

Es gibt Interviews, bei denen ich froh bin, sie gehört zu haben.

Kardinal Schönborn war am 14.4.2019 zu Gast in der ORF Pressestunde. Eine gute Zusammenfassung des Gespräches gibt es auf der Homepage der Erzdiözese Wien bzw ist der Beitrag noch ein paar Tage in der ORF TVthek abrufbar.

Und es lohnt, sich das Gespräch anzuhören bzw nachzulesen. Mir gefällt sehr, daß auch für die Kirche durchaus unangenehme Themen sehr offen beantwortet wurden, beispielsweise beim Thema Missbrauch. Der eine oder andere Politiker sollte sich hier ein Beispiel nehmen.

Es tut auch gut, zu sehen, daß der Kardinal zu differenzieren versteht. Der Regierung wird nicht pauschal ein schlechtes Zeugnis ausgestellt (was er auch nicht als seine Aufgabe sieht). Es werden Dinge wie der Familienbonus und die Einführung des Ethikunterrichtes als sehr positiv bewertet. Der Kardinal scheut sich aber andererseits auch nicht, beispielsweise die aktuelle Asylpolitik (zb die Umbenennung von Traiskirchen in „Ausreisezentrum“, die er als unmenschlich bezeichnet) mit deutlichen Worten zu kritisieren.

Insgesamt habe ich mich gefreut, zu sehen, daß es Bewegung in der katholischen Kirche gibt. Langsam, aber doch. Die Stärkung der Rolle der Frauen in der Kirche, der Wegfall des Pflichtzölibats, hier gab es positive Signale. Es wird nichts von heute auf morgen geschehen, aber ganz langsam scheinen sich hier Türen zu öffnen.

Eine Erinnerung an ein persönliches Gespräch mit Kardinal Schönborn gibt es hier auf meiner zweiten Site „wortgedacht“.

#kardinalschönborn
#asylpolitik
#fraueninderkirche

Ich versteh die Welt nicht mehr!

Ich auch nicht, ist man geneigt zu antworten…..sozusagen ein kleiner Nachtrag zu meinem gestrigen Artikel über den Podcast „Erklär mir die Welt“ von Andreas Sator:

Thematisch dazupassend, ist mir das Buch „Ich versteh die Welt nicht mehr“ von Tim Schreder und Jennifer Sieglar über den Weg gelaufen. Ziel des Buches ist es, die wichtigsten Weltnachrichten verständlich zu erklären.

Von TTIP bis Flüchtlingskrise, vom sogenannten islamischen Staat bis zur AfD, vom Krieg in Syrien bis zur Klimakrise. Das Buch vermittelt aus meiner Sicht das Grundwissen, um viele Konflikte und Probleme unserer Welt besser zu verstehen. Die einzelnen Kapitel haben eine angenehme Länge, man kann sich das Buch Stück für Stück erlesen. Sollte in jeder Buchhandlung vorrätig sein.

Es gibt auch einen Trailer zu dem Buch (siehe unten, embedded), in dem einer der Autoren die wichtigsten Punkte zusammenfasst.

Mir hat es ganz gut gefallen, ich hoffe auf eine Neuauflage!

#ichverstehdieweltnichtmehr
#wissenistmacht

Erklär mir die Welt

Vor einiger Zeit habe ich mal gelesen „Allgemeinbildung taugt in unserer heutigen Zeit, die von Google & Co geprägt ist, nur noch als Hobby!“ – leider weiß ich nicht mehr wo.

Sehe ich zwar nicht so, aber seis drum. Ein Hobby, das Spaß macht. Wobei – Spaß macht nicht das Haben, sondern das Jagen! Und so habe ich mich sehr gefreut, zufällig auf einen tollen österreichischen Podcast zum Thema Wissen gestoßen zu sein:  Erklär mir die Welt von Andreas Sator.

Den Podcast gibt es eh schon seit ca 1 Jahr -ich war wie immer zeitig dran ;-). Aber besser spät als nie.

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Interreligiöser Feiertagskalender

Kürzlich bin ich, noch trunken von der Diskussion um den Karfreitag, im Netz auf eine sehr nützliche Seite gestossen: Feiertagsgruss.at

Begrüsst wird man auf der Seite mit einem herzlichen „Grüß Gott!“. Anstelle zu diskutieren, ob und welche Feiertage man reduzieren kann, geht es hier um etwas ganz anderes: Junge Christen, Muslime und Juden haben in einer gemeinsamen Aktion einen interreligiösen Kalender gestaltet.

Auf der Homepage werden die jeweiligen Feiertage mit farbigen Symbolen aufgelistet (jeder Religion entspricht eine Farbe), was der Übersichtlichkeit gut tut. Hinter jedem Symbol verbergen sich Informationen zum Hintergrund und zur Gestaltung des jeweiligen Feiertages.
Zusätzlich gibt es ein Lexikon von „A“ wie Abraham bis „Z“ wie Zedakah.

Hermann Mucke oder wenn ein Stern untergeht

Ein Großer der österreichischen Astronomie- und Wissenschaftsgemeinschaft ist von uns gegangen: Hermann Mucke, langjähriger Direktor des Wiener Planetariums, ist am 12.3.2019 im 84. Lebensjahr verstorben.

Ich kann mich noch gut an Schulausflüge in das Planetarium erinnern, wo er uns Kindern die Sterne und den Himmel nahegebracht hat, auf seine unnachahmliche eigene Art und Weise. Er war ja auch nach seiner Pensionierung noch sehr rege tätig. Sternenbote, das Astronomische Büro , Führungen zum Sternegarten und vieles mehr.

Anlässlich seines Todes gab es auch mehrere Zeitungsartikel, in denen man sich über sein Leben und Werk informieren kann, nachstehend eine kleine Auswahl:

Und dass ein Asteroid nach ihm benannt wurde, hat er sich zweifelsfrei verdient. Auf dieser Weise wird die Erinnerung an ihn noch lange bestehen. Machen Sie es gut, Herr Mucke, und Danke für Alles!

Hands up!

Keine Angst, es geht um nichts gefährliches. Hands up ist der Name einer Ausstellung in Wien, in der die Möglichkeit geboten wird, in die Welt der Gehörlosen einzutauchen. Man bekommt zu Beginn der Führung einen schalldichten Kopfhörer, sodaß man selbst nichts hören kann. Ein gehörloser Guide nimmt Dich dann an die Hand und führt Dich durch die Ausstellung.

Ich habe es nun auch selbst ausprobiert und muß sagen, daß es ein sehr faszinierendes und interessantes Erlebnis war. Wie ungewohnt es war, tatsächlich nichts zu hören. Sich auf den Guide zu konzentrieren, seine Mimik, seine Körpersprache, um sich mit ihm verständigen zu können.

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