Ganz normal oder reden wir darüber!

„Eine seelische Erkrankung ist so normal wie Diabetes.“

Über diesen Satz bin ich gestolpert, als ich zuletzt auf der Krankenkasse war. Er gehört zur Seite ganznormal.at , hinter der der gleichnamige Verein  zur Förderung der öffentlichen Diskussion über seelische Gesundheit steht. Ziel ist die „Enttabuisierung“ von seelischen/psychischen Erkrankungen und die Gleichstellung von physischen und psychischen Krankheiten.

Ich finde die öffentliche Diskussion darüber sehr gut. Auch aus meiner Sicht als Betroffener haben psychische Erkrankungen in der öffentlichen Meinung noch immer nicht die selbe Bedeutung wie physische, obwohl sich das Bewusstsein dafür in den letzten Jahren sicher erhöht hat. Vielleicht liegt es daran, daß Erkrankungen der Seele als Zeichen der Schwäche gesehen werden; sie sind auch von außen oft nicht sichtbar. Einen Beinbruch erkennt man am Gips, aber eine psychische Erkrankung wie zb eine Depression? Ich glaube, das macht es auch für die Betroffenen schwer, zu akzeptieren, daß man krank ist. Auch die Angst, daß die eigene Erkrankung von der Öffentlichkeit nicht „akzeptiert“ wird, ist sicher mancherorts vorhanden. Daß viele Erkrankungen neben sozialen auch biologische Ursachen wie zb einen gestörten Serotonin-Haushalt haben, geht oft unter…

Insofern ist Aufklärung und die Diskussion darüber sehr wichtig. Zumal die Zahl der Krankheitsfälle laut WHO rasant ansteigt. Positiv zu bewerten ist, daß in Unternehmen das Thema „Burn out“ immer ernster genommen wird und es entsprechende Vorsorge und Beratung gibt.

Die Plattform ganznormal.at hat auch eine Reihe von prominenten Unterstützern aus Kunst und Wirtschaft.

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