Be a Mensch

Oder wie man die Welt ein kleines bisschen besser machen kann.

Durch das aus meiner Sicht sehr lesenswerte Buch „Der glücklichste Mensch der Welt“ von Eddie Jaku, über das ich ein andermal berichten werde (es geht um persönliche Erinnerungen an den Holocaust und das Leben danach) bin ich auf das australische Sydney Jewish Museum gestossen und dessen wundervolle Aktion „Be a Mensch“.

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#be.a.mensch – eine Aktion des Sydney Jewish Museum

Die Aktion #be.a.mensch will daran erinnern, wie wichtig und nachhaltig selbst kleine Akte der Freundlichkeit, Güte, des Respekts und der Verantwortung im Alltag sein können.

Es gibt eine sehr schöne Instagramseite des Projektes, dem man dort auch folgen kann, mit vielen „Inputs“, die nachdenklich machen.

Bei der Recherche für diesen Artikel habe ich gesehen, dass es auch von anderen Trägern ähnliche Aktionen unter dem Titel #BeAMensch gibt:
Amadeu Antonio Stiftung
American Jewish Committee

#beamensch #kindness

Gelesen: Durchkreuzt – mein Leben mit der Diagnose Krebs (Andreas R. Batlogg)

Ein Zaungitter, das stellvertretend für das Durchkreuzen von Lebensplänen steht.
Die Diagnose Krebs hat vieles durchkreuzt. Aber auch Neues ermöglicht. (Andreas Batlogg, Seite 9, aus dem Vorwort von „Durchkreuzt“)
Photo by Chandan Chaurasia on Unsplash

Es gibt Bücher, die muss man ich vielleicht mehrmals lesen, um sie richtig wertzuschätzen. Das Buch „Durchkreuzt – mein Leben mit der Diagnose Krebs“ von Andreas R. Batlogg gehört für mich dazu. Ich habe es zufällig beim Stöbern in einer Wiener Buchhandlung gefunden, der Einband und der Titel haben neugierig gemacht.

Ich habe es dann relativ zügig durchgelesen – vielleicht ZU zügig, und es ist nur wenig hängengeblieben. Vor kurzem habe ich es zufällig (vielleicht sensibilisiert durch Erfahrungen im privaten Bereich – gibt es Zufälle?) wieder in meinem Bücherregal entdeckt und gelesen – und diesmal wirklich gelesen.

Worum es geht:

Andreas Batlogg, ein Priester, Jesuit und Journalist, erhält 2017 die Diagnose Krebs. In seinem Buch beschreibt er seinen Weg, seine Erfahrungen, seine Empfindungen von der Diagnose bis zur (zumindest weitgehenden) Heilung. Er schrieb das Buch während seiner Behandlung, auch als Form der Therapie.

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Abschied und Willkommen in der Pfarre Cyrill & Method

Abschied von Pfarrer Georg – Willkommen für Pfarrer Joseph

Dieses Wochenende wird noch lange in Erinnerung bleiben: Galt es, am 31.8. den Abschied von Pfarrer Georg zu feiern, wurde am 1.9. der neue Pfarrer Joseph willkommen geheissen.

Alles Gute, lieber Georg!

Alt-Pfarrer Georg Flamm
Alt-Pfarrer Georg Flamm

Es war eine sehr schöne Abschiedsmesse am Samstag für „Alt-Pfarrer“ Georg Flamm, der sich ab 1.9. in den Ruhestand zurückzieht. Wobei Ruhestand übertrieben ist, er wird (wie er selbst sagt, deswegen darf ich es so schreiben :-)) als „Pfarr-Opa“ in der Pfarre Bruckhaufen mithelfen. Ich werde ihn und seine ruhige Art sehr vermissen, seine Predigten, das gemeinsame Frühstück am Sonntag nach der 8.00 Messe und so vieles mehr….und immerhin hat er meine Frau und mich im Jahr 2018 getraut. Ich freue mich aber für ihn und seinen neuen Lebensabschnitt – und, das habe ich im Leben gelernt – man sieht sich immer zweimal! Bis dann!

Willkommen, Joseph!

Unser neuer Pfarrer Joseph Bolin

Am 1.9. gab es dann die Willkommensmesse für unseren neuen Pfarrer Joseph Bolin, bei der in einer schönen Zeremonie sozusagen das Szepter von Georg an Joseph übergeben wurde. Joseph stammt ursprünglich aus den USA und war 2011/2012 schon als Diakon in Cyrill & Method, kennt die Pfarre daher schon ein bisschen. Als Typ sicher anders als Georg, doch um einiges jünger, mit für einen Pfarrer durchaus interessanten Hobbys: Programmieren, Kochen und Klettern! Die erste Messe ist schon mal gut gelungen, mit einer durchaus beeindruckenden Predigt. Ich freue mich schon darauf, ihn besser kennenzulernen.

Also – es bleibt spannend und vielseitig in unserer Pfarre Cyrill & Method – und das ist es, was unser Pfarrleben so schön macht. Bleibt noch als Zusammenfassung ein Zitat des ehemaligen UNO Generalsekretärs Dag Hammarskjöld:

Für das Vergangene: Dank – für das Kommende: JA!

Osterfeuer 2019 und warum man lachen darf

Ein humorvoller Blick auf das Osterfest

Osternacht in Pfarre Cyrill und Method
Osternacht 2019 in pfarre Cyrill und Method, 1210 Wien

In unserer Pfarre ist die Osternacht schon liebe Tradition geworden. Um 5.00 in der Früh des Ostersonntags versammeln sich doch gar nicht so wenige Frühaufsteher, um das Osterfest mit einem Osterfeuer zu beginnen, das von den Pfadfindern am Kirchenvorplatz entzündet wird.

Burn, Baby, burn….

Ebenso traditionell wird der Inhalt der Sorgenbox, in die man das ganze Jahr über anonym Zettel mit seinen Sorgen, Ängsten….hineinwerfen konnte, im Osterfeuer verbrannt. Als Zeichen des Loslassens und des neuen Mutes. Ballast abwerfen. Ein sehr schönes Ritual. Gerade in diesem Moment wird mir immer wieder bewusst, daß schon wieder ein Jahr vergangen ist. Vielleicht sogar intensiver als zu Silvester.

„Osterfeuer 2019 und warum man lachen darf“ weiterlesen

Ein offenes Wort von Herrn Kardinal Schönborn

Es gibt Interviews, bei denen ich froh bin, sie gehört zu haben.

Kardinal Schönborn war am 14.4.2019 zu Gast in der ORF Pressestunde. Eine gute Zusammenfassung des Gespräches gibt es auf der Homepage der Erzdiözese Wien bzw ist der Beitrag noch ein paar Tage in der ORF TVthek abrufbar.

Und es lohnt, sich das Gespräch anzuhören bzw nachzulesen. Mir gefällt sehr, daß auch für die Kirche durchaus unangenehme Themen sehr offen beantwortet wurden, beispielsweise beim Thema Missbrauch. Der eine oder andere Politiker sollte sich hier ein Beispiel nehmen.

Es tut auch gut, zu sehen, daß der Kardinal zu differenzieren versteht. Der Regierung wird nicht pauschal ein schlechtes Zeugnis ausgestellt (was er auch nicht als seine Aufgabe sieht). Es werden Dinge wie der Familienbonus und die Einführung des Ethikunterrichtes als sehr positiv bewertet. Der Kardinal scheut sich aber andererseits auch nicht, beispielsweise die aktuelle Asylpolitik (zb die Umbenennung von Traiskirchen in „Ausreisezentrum“, die er als unmenschlich bezeichnet) mit deutlichen Worten zu kritisieren.

Insgesamt habe ich mich gefreut, zu sehen, daß es Bewegung in der katholischen Kirche gibt. Langsam, aber doch. Die Stärkung der Rolle der Frauen in der Kirche, der Wegfall des Pflichtzölibats, hier gab es positive Signale. Es wird nichts von heute auf morgen geschehen, aber ganz langsam scheinen sich hier Türen zu öffnen.

Eine Erinnerung an ein persönliches Gespräch mit Kardinal Schönborn gibt es hier auf meiner zweiten Site „wortgedacht“.

#kardinalschönborn
#asylpolitik
#fraueninderkirche

Interreligiöser Feiertagskalender

Kürzlich bin ich, noch trunken von der Diskussion um den Karfreitag, im Netz auf eine sehr nützliche Seite gestossen: Feiertagsgruss.at

Begrüsst wird man auf der Seite mit einem herzlichen „Grüß Gott!“. Anstelle zu diskutieren, ob und welche Feiertage man reduzieren kann, geht es hier um etwas ganz anderes: Junge Christen, Muslime und Juden haben in einer gemeinsamen Aktion einen interreligiösen Kalender gestaltet.

Auf der Homepage werden die jeweiligen Feiertage mit farbigen Symbolen aufgelistet (jeder Religion entspricht eine Farbe), was der Übersichtlichkeit gut tut. Hinter jedem Symbol verbergen sich Informationen zum Hintergrund und zur Gestaltung des jeweiligen Feiertages.
Zusätzlich gibt es ein Lexikon von „A“ wie Abraham bis „Z“ wie Zedakah.