Buch: Herr Sonneborn geht nach Brüssel – Abenteuer im Europaparlament

Ein Blick hinter die Kulissen des Europaparlamentes. Mal unterhaltsam, mal nachdenklich machend. Auf jeden Fall macht es aber neugierig auf die Institutionen der EU.

Ganz ehrlich: Es war reiner Zufall, dass ich das erwähnte Buch „Herr Sonneborn geht nach Brüssel“ (Martin Sonneborn, Verlag Kiepenheuer & Witsch, ISBN 9783462052619) in einer Münsteraner Buchhandlung in die Hand genommen habe. Ausschlaggebend für mein Interesse war die Buchrückseite, auf welcher der Autor Martin Sonneborn als ehemaliger Chefredakteur des Satiremagazines „Titanic“ bezeichnet wurde. Und die Titanic habe ich vor langen Jahren mal ab und zu, durchaus mit Wohlwollen, gelesen.

Worum geht es in dem Buch?

Vorab: Es gibt einen „Trailer“ zum Buch, den ich zur Einstimmung natürlich nicht vorenthalten will:

Trailer zum Buch „Herr Sonneborn geht nach Brüssel“ (Kiepenheuer & Witsch)

Was den Inhalt betrifft, gibt es hier eine sehr schöne Zusammenfassung von Hannah Steingartner vom „Handelsblatt“, die ich gar nicht so gut schreiben könnte. Also bitte zuerst lesen! 🙂 Im wesentlichen geht es darum, dass Herr Sonneborn mehr oder weniger – auch für sich selbst – überraschend als einziger Abgeordneter seiner Partei (DIE PARTEI) ins Europaparlament gewählt wird.

Im Buch berichtet er gewohnt satirisch über seine Erlebnisse im EU-Parlament. Manches war für mich unterhaltsam, manches – wenn es so stimmt – fast erschreckend oder zumindest nachdenklich machend. Der Teaser auf der Buchrückseite „Endlich verstehen, wie in Europa Politik gemacht wird“ kann dabei durchaus als Warnung verstanden werden :-). Aber wie gesagt – rein subjektiv. In Summe kann man sagen: Dort sitzen offenbar auch nur Menschen…

Neugier

Was ich dem Buch hoch anrechne, ist, dass es mein Interesse an den Institutionen der EU geweckt hat. Ich weiss einfach viel zu wenig darüber, das Buch ist ein Ansporn, das zu ändern. Nicht zuletzt, um besser einordnen zu können, was im Buch so geschieht.

Fragen an die Abgeordneten

Im Buch wird auch eine interessante Internetseite des öfteren erwähnt. Auf „abgeordnetenwatch.de“ kann man direkt Fragen an die deutschen Abgeordneten im Bundestag und im EU-Parlament stellen. Es gibt ein österreichisches Pendant unter „meineabgeordneten.at“ – die Option, dort direkt Fragen zu stellen, habe ich allerdings nicht gefunden. Aber man findet viele Infos über die einzelnen Abgeordneten, auch Kontaktmöglichkeiten.

Ein Fazit, das eigentlich keines ist.

Schlussendlich ist dies eines der Bücher, bei denen man sich mit einer Beurteilung schwer tut. Zu unterschiedlich sind die Eindrücke, zu viele Fragen bleiben offen. Auch die Frage, ob es gute Satire ist. Darum versuche ich es erst gar nicht sondern verweise auf den Buchhändler Deines Vertrauens. 🙂

P.S: Ich habe überrascht festgestellt, dass es zwischenzeitlich seit 2014 offenbar auch einen Österreich-Ableger der PARTEI gibt. Wirklich aufgefallen ist sie mir bisher nicht.

#martinsonneborn #kannmanmussmannichtlesen #europerocks

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